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Würgespiele: Der gefährliche Kick

Von Anhängern der gefährlichen Sexualpraktik wird der rauschhafte Kick gepriesen, der beim Würgen besonders in Verbindung mit sexueller Stimulation entsteht. Mediziner und Pädagogen warnen vor den großen Gefahren, die das Spiel mit der Atemnot mit sich bringt.

Das Abdrücken der Halsschlagader durch Strangulation sorgt für eine Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und ruft damit starke Euphorie- und Rauschzustände hervor. Genau die sind es, die Jugendliche, dich sich auf das Spiel mit der Atemnot einlassen, suchen. Motive können aber auch Mutproben, Gruppenzwang, pubertärer Experimentierfreude oder Lust an der Gefahr sein.

So gefährlich sind solche Praktiken, weil die Atemnot schnell zu einer Ohnmacht führen kann. Hat der “Spieler” sich einen Strick um en Hals gelegt und sackt dann zusammen ohne noch Kontrolle über seinen Körper zu haben, hat das in der Vergangenheit oft zu einer ungewollten Selbsstrangulation mit Todesfolge geführt. Aber auch schon eine nur kurze Unterversorgung mit Sauerstoff kann schon zu bleibenden Gehirnschäden führen.

Ein tödlicher Kick

In Frankreich hat das gefährliche Spiel traurige Berühmtheit erlangt, weil hier besonders viele Jugendliche Atemnot-Praktiken ausprobieren – und dabei oft die Risiken unterschätzen, so das Todesfälle sich häufen. Eine Umfrage ergab, dass 48 Prozent der Jugendlichen zwischen 10 und 14 Jahren schon einmal Erfahrung mit solchen Praktiken gemacht hat – ein Alarmsignal für viele Eltern.

Die Kinderpsychiaterin Marie-France Le Heuzey vom Pariser Hôpital Debré erklärt, dass es solche “Würgespiele” zwar schon immer gegeben hat, insbesondere zur sexuellen Stimulation, dass es aber inzwischen ein “Freizeitspaß” für so viele Jugendliche geworden ist, sei ein neuartiges Phänomen. „Die betrachten das als Spiel, das sie neuartige Gefühle erleben lässt.“ Dabei bestehe durchaus die Gefahr der Abhängigkeit. „Währenddessen empfinden die Kinder ein Gefühl des Rauschs“, so die Psychiaterin. „Manche haben sogar Wahnvorstellungen, ähnlich wie bei Drogen.“ Den Kindern gefalle das und deshalb würden sie es dann nahezu täglich wiederholen „in der Schule, aber auch zu Hause in ihrem Zimmer.“

Aufklärung über Risiken

Eltern, die merken, dass ihr Kind mit solchen Praktiken in Berührung kommt, sollten unbedingt das Gespräch mit dem Jugendlichen suchen und ihn über die Gefahren aufklären. Ganz falsch ist es, das Thema aus Scham unter den Tisch fallen zu lassen. Sind Eltern überfordert, sollten sich nicht zögern, einen Psychologen zu Rate zu ziehen. Nicht weil das Kind unnormal ist, sondern einfach um Gespräche mit dem Jungen oder Mädchen über das Thema zu führen.

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